Sinnplauderei für Unternehmerinnen und Unternehmer

Nina Hartmann

Die Unternehmerin und Rechtsanwältin Nina Hartmann spricht in ihrer Sinnplauderei die vielfältigen Themen von Unternehmerinnen und Unternehmern an. Vom Familienunternehmen über die KMUs (Klein- und mittelständischen Unternehmen) bis zum Startup ist für alle etwas dabei. Besonderen Fokus legt sie auf die Menschen hinter den Unternehmen und Themen, die ihnen beim Führen eines Unternehmens helfen. Von der Fehlerkultur über Social Media Marketing hin zu Mitarbeiterführung und Arbeitskräftemangel. Ihr Fokus ist die Vielfalt. Dabei spielt Selbstführung eine wichtige Rolle. Familienunternehmen haben ihre ganz eigenen Herausforderungen, von der Nachfolge, der speziellen Vorbereitung der Kinder, dem Zusammenhalt des Gesellschafterkreises, hin zur Integration angeheirateter Partner und dem Aufbau eines Aufsichtsrates. Die Bandbreite der Themen ist groß. Auch der Blick auf Unternehmerinnen wird nicht zu kurz kommen. Wichtig ist Nina Hartmann dabei die Stärkung der Wirtschaftskraft in Deutschland und der Bildung von Verständnis und Wertschätzung für die vielen inhabergeführten Unternehmen, die das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bilden. Bürokratieabbau, Steuerthemen, einfache Migration in den Arbeitsmarkt, Dienstleistungsgedanke der Verwaltung und Vertrauen statt Regulierung. Es gibt viele Themen, die für die Erhaltung des Standortes Deutschlands wichtig sind. Gerne sieht sie bei geschichtlichen und philosophischen Einblicken über den Tellerrand. read less
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Low Performance ein Überblick über die Ursachen
Jun 26 2024
Low Performance ein Überblick über die Ursachen
Was sind die Ursachen der Low Performance in unseren Unternehmen? Hier ein kurzer Überblick: Fehlendes Fitting schlechte Organisationsstruktur und -Kultur Schlechte Führung Burnout, Demotivation Grundsätzlich sind 90 % der Arbeitnehmenden in Deutschland starten motiviert oder sogar sehr motiviert in ihren Beruf. Also nach Corona sind es vielleicht ein paar weniger, aber immerhin ganz schön viele. Das heißt, Anstrengungen zur Erhöhung der Mitarbeitermotivation sind verfehltes Engagement. Unsere Aufgabe ist es vielmehr, dass wir unsere Mitarbeitenden nicht demotivieren! Nach der Zwei-Faktor-Theorie von Frederick Herzberg gibt es Hygienefaktoren, die auf jeden Fall eingehalten werden müssen, wie zum Beispiel ein gutes Grundgehalt, eine gute Betriebspolitik, eine gute Unternehmensleitung und die Beziehung zu den Kollegen. Und wenn das gewährleistet ist und wir dann eben das Setting bieten und nicht demotivieren, dann haben wir motivierte Mitarbeitende. Demotivation entsteht zum Beispiel durch die Verletzung des psychologischen Vertrages mit unseren Mitarbeitenden, also den ungeschriebenen Erwartungen, die jedem Arbeitsverhältnis zugrunde liegen. Demotivation kann entstehen durch unklare Arbeitsinhalte, durch Change-Management, durch befristete Arbeitsverträge und Leiharbeitsverträge. Und da möchte ich auch noch mal einen Warnruf aussprechen. Ich habe vermehrt von jungen Frauen gehört, die befristete Arbeitsverträge bekommen, während männliche Kollegen das nicht bekommen, weil die können ja auch nicht schwanger werden. Mehr Informationen im Podcast (überall da, wo es Podcasts gibt unter dem Stichwort Sinnplauderei) und in den weiteren Folgen zu dem Thema.
Low Performer loswerden - Geht das?
Jun 12 2024
Low Performer loswerden - Geht das?
Wie werde ich Low Performer los? Arbeitsrechtliche Antwort: das ist echt schwierig! Was sind Low Performer? Der Begriff “Low Performer“ hat sich auch im deutschsprachigen Gebrauch etabliert. Man spricht auch von „Minderleistern“ oder „leistungsschwachen Arbeitnehmern“. Der Arbeitgeber spricht auch gern von „schlechten Mitarbeitern“. In vielen Fällen erledigen sich die juristischen Feinheiten schon weit vor einem Urteil durch einen Vergleich vor dem Arbeitsgericht. In diesen Fällen muss nicht zwingend ein Kündigungsgrund bestanden haben. Dies ist dann letztendlich eine Frage der Höhe der Abfindung. Diese wird von den Erfolgsaussichten der Klage maßgeblich beeinflusst und damit mittelbar wiederum durch die gefällten Urteile des BAG und teilweise auch der unteren Instanzgerichte. Die deutsche Rechtsprechung muss mangels geschriebener gesetzlicher Regelungen im Arbeitsrecht versuchen, in eigener Abwägungsentscheidung, den Interessen von AG und Arbeitnehmer (AN) gerecht zu werden. Dabei bewegt sie sich vor dem Hintergrund des Kündigungsschutzgesetzes und des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes als Arbeitnehmerschutzrechte und den Art. 12 I GG (Berufsausübungsfreiheit) und Art. 14 I GG (Schutz des Eigentums) als Schutzrechte für Unternehmen. Arbeitsrechtlich wird das AV als wirtschaftliches Austauschverhältnis angesehen, bei dem sich die Hauptpflichten Beschäftigungs- und Entgeltzahlungspflicht (AG) und Arbeitspflicht (AN) gegenüberstehen. Die Rechtsprechung zum „Low Performer“ dreht sich also um die gesetzlich ungeregelte Frage nach dem Inhalt und der Ausgestaltung dieser Arbeitspflicht und der arbeitsrechtlich zur Verfügung stehenden Mittel bei einer Verletzung dieser Pflicht. Arbeitsrechtlich können folgende Formen der LPce unterschieden werden: 1. Nichtleistung 2. Minderleistung 3. Schlechtleistung 4. Fehlleistung Fraglich ist ob die LPce-Kündigung eine personen- oder verhaltensbezogene Kündigung ist, was wiederum Auswirkungen auf eine Abmahnpflicht hat. Darlegungs- und Beweislasten spielen im Arbeitsprozess eine große Rolle. Mein Rat: Die 6-monatige Probezeit sinnvoll nutzen. Mehr Informationen im Podcast.
Fachkräftemangel begegnen mit Social Media und New Work
Jun 5 2024
Fachkräftemangel begegnen mit Social Media und New Work
Heute spreche ich mit Stephanie Holmes über das Thema Fachkräftemangel – Was können wir dagegen tun? Stephanie Holmes ist Expertin für Social Media und New Work. Mit Ihrer Firma YNovation gibt sie Tipps und Tricks für Unternehmerinnen und Unternehmer. Der Fachkräftemangel ist unbestritten. Arbeitgeber müssen alle Register ziehen, um im Verdrängungswettbewerb zu punkten Als Social-Media-Beratung merkt man, Unternehmen suchen nur noch Arbeitskräfte, keine Aufträge mehr. Warum ist Social Media da so wertvoll? Wenn Arbeitnehmer große Stellen-Auswahl haben: Wahl fällt auf Unternehmen, die ein starkes Profil haben Arbeitgebermarke Sichtbarkeit Latent Suchende werden auch angesprochen Im Podcast sprechen wir darüber, auf man bei Social Media achten soll. Zum Beispiel: o Falsche/zu viele Plattformen o Kommunizieren von Content, der Zielgruppe nicht anspricht Was aber, wenn das Unternehmen Leute in Social Media anzieht, diese sich aber für einen anderen Arbeitgeber entscheidet? Oder wenn zu viel Fluktuation herrscht? Dann im Innen schauen, und da kommt das Thema „New Work“ ins Spiel: - Was ist New Work: Stephanies Arbeitsdefinition: „New Work bedeutet, Arbeit neu zu denken. Ziel ist, es Mitarbeitenden zu ermöglichen, optimal zu arbeiten. Das Ergebnis ist, dass sie sich entfalten, ihre Stärken einbringen und letztendlich mit mehr Freude und besseren Ergebnissen arbeiten können.“ - Wir haben das Ganze für den Unternehmensalltag weiter gedacht - Was können Unternehmen von New Work erwarten? o Mitarbeitende profitieren:  Anpassung der Arbeit an eigene Bedürfnisse  Höhere Freiheit und Selbstbestimmung  Höhere Teilhabe, mehr Sinnstiftung durch Job  Persönliches und fachliches Wachstum o Unternehmen profitiert:  Finanzielle Wertschöpfung (Produktivität, Qualität, Kosten)  Kulturelle Wertschöpfung (Verantwortungsübernahme, Mitarbeiterzufriedenheit, Resilienz)  Business-Wertschöpfung (Innovationskraft, Wettbewerbsfähigkeit, Bewerberpool) - Fallbeispiel: Zahnriemen24 aus Freiburg o New Work: Selbst geführtes Vertriebsteam:
Mit Stimme führen
Apr 17 2024
Mit Stimme führen
Stimme als Führungsinstrument MiTtwoch MIT Sinn mein neuer Podcast ist da. Mit der Königin der Stimmen Frau Dr. Katrin Prüfig spreche ich über das Thema Stimme und ihre Wirkung. Es geht unter anderem um folgende Themen: Warum hört man sich selbst anders, als andere einen hören? Stimme und Charisma – wie hängt das zusammen Wie hängt Stimme mit dem beruflichen Erfolg zusammen? Was für Unterscheide gibt es bei Männern und Frauen? Welche Übungen können wir machen, um unsere Stimme vorzubereiten? Kann man die eigene Stimme verändern? Wenn ja, wie? Stimme und Sätze – Was ist zu beachten? Was ist der fallende Punkt? Wie gehen wir mit Füllwörtern um? Wie kann man mit Hilfe des bewussten Einsatzes der eigenen Stimme veränderte Wirkungen erzeugen? Für alle, die schon einmal ein paar Antworten haben möchten: Man kann Stimme trainieren. Mit dem bewussten Einsatz der Stimme können wir die Aufmerksamkeit und das Interesse unserer Zuhörer steigern und das führt zu mehr Wirksamkeit. Wir dringen damit mit unseren Themen und Ideen besser durch. Den Podcast findet ihr unter dem Stichwort „Sinnplauderei“ überall dort, wo es Podcasts gibt oder direkt bei Podigee: https://sinnplauderei.podigee.io/ Spannende Artikel findet ihr in meinem Blog unter: https://sinnplauderei.de/blog Alle meine Videos finden sich in meinem YouTube Kanal Sinnplauderei: https://www.youtube.com/channel/UCh7FUezlwdqWy5EqKYQbR0w Unter dem Stichwort "sinnplauderei" findet man mich auf Instagram und Facebook mit täglichen Stories und Reels. #stimme #erfolg #unternehmerin #unternehmer #sinnplauderei #unternehmertum #stimmtraining # Kontaktdaten für Shownotes: Dr. Katrin Prüfig www.die-medientrainer.de
Rollenidentität Unternehmer:in
Mar 13 2024
Rollenidentität Unternehmer:in
Wer ist eigentlich Unternehmerin oder Unternehmer? MiTtwoch MIT Sinn mein neuer Podcast ist da. Wann ist man eigentlich Unternehmerin oder Unternehmer? Was ist die familiäre Anbindung und was bedeutet sie für die Außenwirkung? Darum geht es in meinem aktuellen Podcast. Bin ich eine richtige Unternehmerin oder ein richtiger Unternehmer? Diese Frage haben sich viele von uns schon gestellt. Was ist die Definition, was die gesellschaftliche Sicht und was empfindet man selbst? Eine gängige Definition ist: "Unternehmer*in ist Eigentümer oder Eigentümerin eines Unternehmens.“ Das Gabler Wirtschaftslexikon schlägt folgende Beschreibung vor: „Entrepreneur; im nicht rechtlichen Sinne gemeint ist immer eine natürliche Person, die eine Unternehmung plant, mit Erfolg gründet und/oder selbstständig und verantwortlich mit Initiative leitet, wobei sie persönliches Risiko oder Kapitalrisiko übernimmt.“ Wikipedia meint: „Unternehmer ist, wer als natürlich oder juristische Person alleine oder gemeinsam mit anderen Mitunternehmern ein Unternehmen betreibt." Das Finanzamt Baden-Württemberg sieht aus Umsatzsteuersicht auf das Thema: Man ist Unternehmerin oder Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuerrechts, wenn man eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit selbständig ausüben, die auf eine dauerhafte Erzielung von Einnahmen angelegt ist. Aber greift das eventuell nicht weit genug? Ich bin mit dem Motto aufgewachsen: Unternehmer ist man oder man ist es nicht. Dieser Glaubenssatz bespielt mehr das Thema Unternehmer-Gen. Also eine Einstellung im Leben, die auf unternehmerisches Denken und eine unternehmerische Haltung hinweist. Die Frage ist, ob Unternehmer*in bedeutet, selbst operativ im Unternehmen tätig zu sein, oder reicht ein Steuern des Unternehmens aus der Metaebene als Gesellschafter durch den Einsatz eines externen Managements aus? Und was machen wir mit den mitarbeitenden Familienangehörigen? Insbesondere den Kindern und Ehepartnern, die keine Gesellschaftsanteile halten und gegebenenfalls auch laut Familiencharta im Familienunternehmen keine halten dürfen, sich aber Tag für Tag im Unternehmen einsetzen und den unternehmerischen Geist leben? Ist die Definition vom „Unternehmer“ eventuell veraltet, da sie mehr auf einen einzelnen männlichen Inhaber mit Alleinverantwortung hinweist, aber viele inhabergeführte und Familienunternehmen auf den Schultern mehrerer Personen getragen werden? Meiner Meinung nach sollten wir die rein rechtliche Betrachtung dort außen vor lassen, wo sie keine Bedeutung entfaltet. Dies zum Beispiel bei der Außenwirkung und Repräsentanz des Unternehmens in Verbänden und gegenüber Presse und in der Öffentlichkeitsarbeit durch Storytelling. Gerade in Bezug auf die eigene Rollenidentität fällt es diesem Personenkreis besonders schwer, sich in der Rolle wohl zu fühlen. Es fehlen auch die Begrifflichkeiten, die die eigene Rolle mitarbeitender Familienmitglieder ohne langatmige Erklärungen skizzieren. Ich kann mitarbeitenden Familienmitgliedern (häufig Frauen), die keine Gesellschaftsanateile haltend nur empfehlen, dies über eine klare Rollenidentifikation und ein sehr gutes Gehalt inklusive ausgezeichneter Altersversorgung zu lösen. Auch die Stellung nach außen in Form der Geschäftsführung oder Prokura kann unterstützen. Gleichwohl ist zu hinterfragen, wie das alles aussieht, falls die Beziehung nicht hält. Ist man ausreichend versorgt? Finanziell und auch mental? Warum hat man keine Gesellschafterrolle oder auch keine leitende Außenwirkung? Ich ermutige Frauen immer wieder, in die Führung und Sichtbarkeit zu streben und dies auch einzufordern. Das ist auch in der ersten Generation und auch in der heutigen Zeit nicht immer einfach. Die Frauen überlassen ihren Männern gerne die „Front“ und agieren im Hintergrund. Den Männern sind Titel und Außenwirkung wichtiger und sie brauchen dies mehr für ihr eigenes Ego. Frauen sind Gesellschaftsanteile und Funktionen oft nicht so wichtig und sie scheuen sich vor der Sichtbarkeit und der r