Welt.Macht.China

ARD

Was macht China zur Weltmacht und was macht China mit der Welt? Darum geht es im ARD-Podcast "Welt.Macht.China". Ein Team aus aktuellen und ehemaligen KorrespondentInnen und China-ExpertInnen schaut nicht nur von außen auf das Land, sondern tief hinein – mit Hintergründen, Analysen, Stimmen und auch einem Blick auf Klischees und Vorurteile, die es in Deutschland eventuell gibt. Joyce Lee und Steffen Wurzel moderieren "Welt.Macht.China". Habt ihr Fragen, Anregungen oder Kritik zum Podcast, dann schreibt gern an weltmachtchina@rbb-online.de. read less

Wettlauf um die Weltherrschaft: Warum führen die USA einen Chip-Krieg gegen China? (14)
Feb 14 2023
Wettlauf um die Weltherrschaft: Warum führen die USA einen Chip-Krieg gegen China? (14)
Die USA führen einen "Chip-Krieg" gegen China – mit solch drastischen Worten beschreiben internationale Experten wie Chris Miller das, was sich seit Monaten zwischen den beiden Supermächten abspielt. Der Grund: Die US-Regierung setzt alles daran, China vom Import und von der Produktion modernster High-Tech-Halbleiter abzuhalten. US-Sicherheitsberater Jake Sullivan fordert ganz offen: Die westlichen Staaten müssten ihren technologischen Vorsprung gegenüber China so groß wie möglich halten.   Die Konsequenzen für die Volksrepublik sind enorm: China selbst ist technologisch (noch) nicht in der Lage, top-moderne Chips herzustellen, braucht sie aber für Waffen, Raumfahrt sowie für die KI-Forschung und die Steuerung autonom fahrender Autos. Die US-Regierung versucht inzwischen auch, die Hersteller von Chip-Produktions-Maschinen aus China fernzuhalten. So geraten auch Europa und Deutschland zunehmend in den "Chip War" zwischen China und den USA.   Warum der "Chip-Krieg" massive Konsequenzen auch für uns in Deutschland hat, bespricht "Welt.Macht.China"-Moderator Steffen Wurzel in dieser Podcast-Folge mit Ruth Kirchner (rbb), Benjamin Eyssel (ARD-China-Korrespondent) und Dana Heide vom "Handelsblatt". Mit dabei sind außerdem Mario Brandenburg (FDP) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Ökonomin Alicia García-Herrero.   Bei Kritik, Lob oder Fragen schreibt gerne an weltmachtchina@rbb-online.de.
25 Jahre nach der Übergabe: Ist Hongkong jetzt Chinas Kolonie? (5)
Jun 21 2022
25 Jahre nach der Übergabe: Ist Hongkong jetzt Chinas Kolonie? (5)
In der Nacht auf den 1. Juli 1997 wurde in Hongkong die britische Flagge eingeholt, damit endete endete Großbritanniens Kolonialherrschaft über die Wirtschaftsmetropole an der chinesischen Ostküste. Chris Patten, der letzte Gouverneur der Stadt, verabschiedete sich von der Bevölkerung mit einem Versprechen: Von nun an werde Hongkong von den Menschen in Hongkong regiert werden. Am Lebensstil der gut sieben Millionen Hongkonger:innen werde sich für 50 Jahre nichts ändern, so hatten es die britische Regierung und die chinesische Staats- und Parteiführung zuvor ausgehandelt. Heute ist von Hongkongs viel zitierter Autonomie nicht mehr viel übrig. Das Parlament wurde entmachtet, Presse- und Meinungsfreiheit massiv eingeschränkt, Kunst, Kultur, Bildung und Lehre unterliegen staatlicher Zensur – oder aber der "Schere im Kopf", der Selbstzensur, aus Angst vor Repression. Die chinesische Staatsführung und die pro-kommunistische Hongkonger Stadtverwaltung zeichnen ein anderes Bild: Nach ihrer Meinung hat sich das Prinzip "Ein Land, zwei Systeme" bewährt. Durch die Zerschlagung der Demokratiebewegung habe Hongkong zu politischer Stabilität zurückgefunden. Zum 25. Jahrestag der Übergabe Hongkongs an die Volksrepublik China blickt Steffen Wurzel im "Welt.Macht.China"-Podcast auf die Lage in der Sonderverwaltungsregion, unter anderem mit dem ARD-China-Korrespondenten Benjamin Eyssel, der gerade von einer vierwöchigen Hongkong-Recherchereise zurückgekommen ist. Außerdem ist Imke Köhler (ARD-Korrespondentin in Großbritannien) zu Gast. Sie hat sich in London unter anderem mit Chris Patten getroffen, dem letzten britischen Gouverneur Hongkongs. Mit rbb-Chinaexpertin Ruth Kirchner analysieren wir, was wir in Europa aus dem Verhalten der chinesischen Staatsführung in Sachen Hongkong lernen können. Bei Fragen und Feedback schreibt gerne an weltmachtchina@rbb-online.de.
China und die Xinjiang-Recherche: Kurze Empörung und das war's? (3)
May 27 2022
China und die Xinjiang-Recherche: Kurze Empörung und das war's? (3)
Mit der Veröffentlichung der #XinjiangPoliceFiles ist einem internationalen Recherche-Zusammenschluss eine große Enthüllung gelungen: Veröffentlicht wurden geheime Behördendaten aus China, die das Ausmaß des staatlichen Umerziehungslager-Alltags im chinesischen Landesteil Xinjiang zeigen. Im Leak enthalten sind Informationen über rund 300.000 durch die Behörden registrierte Chinesen, zum größten Teil gehören sie der muslimischen Minderheit der Uiguren an. Viele der veröffentlichten Informationen sind bereits seit Jahren bekannt, doch die Menge der Bilder, der Umfang der Namenslisten sowie die nun bekannt gewordenen Einzelschicksale haben weltweit für Entsetzen und Empörung gesorgt. Chinas Staats- und Parteiführung hingegen sieht in der Medienrecherche ein "Beispiel für die Verleumdung Xinjiangs durch china-feindliche Kräfte".     In dieser Podcast-Folge spricht Steffen Wurzel unter anderem mit BR-Datenjournalist Hakan Tanrıverdi, der die riesige Daten- und Bildermenge mit ausgewertet hat. Astrid Freyeisen beschreibt den bemerkenswerten Stimmungswandel in der deutschen Wirtschaft und Politik. Außerdem kommt ein Reporter zu Wort, der auf seinen Reisen nach Xinjiang viele Hürden zu bewältigen hatte. Bei Fragen und Feedback schreibt gerne an weltmachtchina@rbb-online.de. Mehr zu den "Xinjiang Police Files": https://rbburl.de/xinjiangpolicefiles Und bei "Das MedienMagazin" vom Bayerischen Rundfunk gibt es auch einen akustischen Blick hinter die Kulissen. "Wie liefen die Recherchen für Xinjiang Police Files?": https://rbburl.de/brmm